Eine neue Herausforderung?

Das scheint einer dieser sogenannten „Klettersteige“ zu sein. Oben ist offenbar an einer aufwändig gestalteten Vorrichtung ein Beschwerde-Briefkasten angebracht („Ihre Meinung ist uns wichtig!“). Sehr kundenfreundlich. Ich habe große Lust bekommen, so etwas auch einmal auszuprobieren.

Ich war mal auf der Jagd

Die Vorbereitungen für die Neuauflage des Kletterführers Hoch im Norden, die Anfang 2026 erscheinen wird, laufen auf Hochtouren. 150 neue Routen müssen in die Listen und Topos eingearbeitet werden – mal wieder ein Haufen Arbeit. Zudem haben wir wie immer den Ehrgeiz, die Neuauflage komplett neu zu bebildern. Dafür war ich jetzt in Holzen unterwegs und habe ein paar Bilder geschossen. Hier seht ihr Richard Leber im Legendären Schulterweg (9-) an der Drachenwand. Die Route ist von historischer Bedeutung, weil ihre erste RP-Begehung durch Milan Sykora 1981 die erste 9 in Norddeutschland war. Die zwei RP holte sich übrigens kurze Zeit später der legendäre Wolfgang Güllich.

Das 526. Bild zum Schpocht

Immer wieder wird kritisiert, die ausufernde Anzahl von Klettersteigen würde um des billigen Nervenkitzels wegen Menschenhorden ins Gebirge locken, die dadurch in ein Gelände gelangten, in dem sie nichts zu suchen hätten. Hier mal ein erfreuliches Gegenbeispiel aus Norwegen, das Schule machen sollte.

Shiloh-Ranch ausgenagelt

An der kleinen, hübschen Sandsteinwand der „Shiloh-Ranch“ im Solling wurden die Haken entfernt. 22 Routen sind davon betroffen. Die Hintergründe sind noch unklar. Bleibt zu hoffen, dass uns dieses familienfreundliche Kletterziel erhalten bleibt.
Kletterin: Clara Happ.